Erinnerungen an Eduard Gans (1797 – 1839), einen deutschen Juristen jüdischer Herkunft

Aus: Jahrbuch der Juristischen Zeitgeschichte Bd. 15 (2014), S. 181 – 193

Vor 175 Jahren, am 5. Mai 1839, verstarb in Berlin Eduard Gans, Ordinarius an der dortigen juristischen Fakultät. In der Regel nimmt die Öffentlichkeit von Rechtsgelehrten nicht viel Notiz, weder zu ihren Lebzeiten und erst recht nicht nach ihrem Tod. Ein solches Interesse ist meist nur den Vertretern anderer Wissenschaften vorbehalten. Es gibt wenige Juristen, die hier eine Ausnahme machen. Gans ist einer von ihnen. Hatte er zuvor schon bei vielen Gelegenheiten für Aufsehen gesorgt, so war auch bei seinem Begräbnis halb Berlin auf den Beinen. „Gegen achthundert Studenten“, wird berichtet, folgten dem Sarg, „eine Menge andrer Leute aus allen Klassen, über hundert Wagen, Musik, Sängerchöre“.1 „Er war das Salz unsrer Universität, das Salz, und er allein“, rief einer seiner Freunde in der ersten Bestürzung aus.2 Ähnlich empfanden viele. Andere jedoch, die dem Verstorbenen weniger zugetan waren, machten aus ihrer Genugtuung kein Hehl. Wenn es stimmt, was Varnhagen von Ense in seinem Tagebuch festhielt, soll man bei Hof „recht froh“ gewesen sein. Doch er setzte hinzu: „Laß sie schimpfen und wüten! Den Geist löschen sie nicht aus, und der von Gans wird sie noch oft beunruhigen.“3 Was war das für ein Mann?

Man tritt Gans sicher nicht zu nahe, wenn man einräumt, daß es weniger sein wissenschaftliches Œuvre war, das ihm diese Aufmerksamkeit bescherte. Obwohl er eine beeindruckende Anzahl von Schriften hinterlassen hat, war er nicht zur Vollendung gelangt. Die Rechtswissenschaft ist eine Alterswissenschaft, deren Früchte am Baum der Erfahrung reifen; ihre großen Werke eröffnen meist nicht die Laufbahn  ihrer Verfasser, sondern beschließen sie. Gans aber wurde vom Schicksal bereits im Alter von 42 Jahren dahingerafft. Dennoch war er in Berlin zu einer Art öffentlicher Person geworden, auf die sich die Hoffnungen und Wünsche vieler richteten. Für einige Jahre verkörperte er die politische Opposition, die es in Preußen damals nicht gab, und sprach aus, was viele nur dachten. Das war nicht nach jedermanns Geschmack, schon gar nicht nach dem seiner Fachkollegen. Denn Juristen sind meist bedächtige Leute, die jedes Wort endlos hin und herwenden, bevor sie es aussprechen oder gar drucken lassen. Gans indessen war ein Feuerkopf und ein homo politicus dazu, der es nicht lassen konnte, andere, die er auf falschem Weg glaubte, offen herauszufordern. „Seine Aufrichtigkeit“, wurde selbst noch in seiner Grabrede gesagt, „grenzte …an Kühnheit, Unbesonnenheit, Unvorsichtigkeit“.4 So war es kein Zufall, daß auch sein Tod zwischen seinen Anhängern und Gegnern noch einmal einen heftigen Streit auslöste, den er mit einer seiner letzten Schriften5 selbst heraufbeschworen hatte.6 Erst danach wurde es still um ihn.

Viele Jahrzehnte nach seinem Tod entzündeten sich an seiner Person jedoch abermals die Köpfe, dieses Mal allerdings aus anderen Gründen:  Als Akömmling einer jüdischen Familie7 geriet Gans in den Fokus der erneut hochgespielten Judenfrage. Da er in jungen Jahren als Streiter für die jüdische Emanzipation in Erscheinung getreten war, richtete sich nunmehr das Sperrfeuer des Antisemitismus auf ihn. Auf der anderen Seite hatte er sich jedoch auch als Konvertit und Kritiker des orthodoxen Judentums einen Namen gemacht; dadurch zog er sich nunmehr die Kritik der Zionisten zu, die von Assimilation nichts wissen wollten. Für Salman Shazar, den späteren Staatspräsidenten   Israels, waren die Reden, die Gans über die Zukunft des europäischen Judentums gehalten hatte, „Erstlinge der Entjudung“, von denen es sich zu distanzieren galt;8 in Meyer’s Lexikon von 1938  dagegen wurde Gans als Repräsentant der “jüdischen Hehlerrasse“ aufgeführt.9 So spielt das Leben.

Präsident des „Vereins für Kultur und Wissenschaft der Juden"
Der Anlaß, warum Gans sich zu einem Wortführer des aufgeklärten Judentums aufgeschwungen hatte, waren die 1819 in verschiedenen Städten aufgeflammten Hep-Hep-Unruhen, in deren Gefolge es teilweise zu pogromartigen Ausschreitungen gekommen war. Durch diese Vorgänge aufgerüttelt, scharte Gans in Berlin einen Freundeskreis um sich, aus dem 1820 ein „Verein für Kultur und Wissenschaft der Juden hervorging“. Als Präsident dieser Vereinigung amtierte die meiste Zeit er selbst. Bekannte Mitglieder außer ihm waren der Judeologe Leopold Zunz, der Historiker Isaac Marcus Jost, Moses Moser – der langjährige Brieffreund Heinrich Heines – und vorübergehend auch Heine selbst. Die jungen Leute opferten viel Zeit und Mühe, hatten aber nur einen bescheidenen Erfolg; denn ihr Ziel war allzu hoch gesteckt. Die Engagiertesten wollten nicht nur gegen den Ausschluß der Juden aus der besseren Gesellschaft ankämpfen, sondern nach dem Vorbild Moses Mendelssohns, David Friedländers und anderer auch die Reform des Judentums selbst voranbringen. Dabei galt ihr Kampf einerseits dem Talmudismus und dem unaufgeklärten Rabbinismus ihrer Zeit, worin sie die Hauptursache für die Rückständigkeit vieler Juden erblickten, andererseits der als fatal empfundenen Beschränkung jüdischer Berufe auf Handel und Geldwesen. Man gab eine wissenschaftliche Zeitschrift heraus, gründete ein „wissenschaftliches Institut“, außerdem eine „Unterrichtsanstalt“, in der vor allem Ostjuden auf das Studium und damit für höhere Berufe vorbereitet werden sollten u.a.m. Ziel aller Bemühungen war es, Anschluß zu gewinnen an die moderne Wissenschaft und Teil der europäischen Welt zu werden. Wie Gans einmal ausführte, konnten die Juden weder „untergehen noch kann das Judentum sich auflösen; aber in die große Bewegung des Ganzen soll es untergegangen scheinen und dennoch fortleben, wie der Strom fortlebt in dem Ozean“.10

Das kam nicht bei allen Juden gut an und bei vielen Christen, die nach einem Wort Heines die Taufe als Entreebillet zur europäischen Kultur ansahen, ebenfalls nicht. Es war daher abzusehen, daß der Kulturverein scheitern mußte. Im Grunde war das schon von dem Zeitpunkt an klar, als sich die Hoffnung von Gans, als Jude eine juristische Professur erlangen zu können, zerschlug. 1822 nämlich wurde die Vorschrift des preußischen Emanzipationsedikts, auf die er seine Ambitionen gründete, anläßlich seines Falles durch eine königliche Kabinettsorder – die sog. „Lex Gans“ – schlicht aufgehoben.11 Drei Jahre später, nach langen inneren Kämpfen, ließ Gans sich taufen. Was von dem Verein, dessen Sprachrohr er gewesen war, heute noch Zeugnis ablegt, ist die Wissenschaft des Judentums, der Gans den Namen gegeben hatte und deren erste Ausarbeitung von Leopold Zunz stammt. Gans selbst nahm aus der Beschäftigung mit den Grundlagen des Judentums noch etwas anderes mit: nämlich das Bewußtsein, daß eine an autoritative Texte gebundene rein exegetische Wissenschaft und ein freies, allein auf Grundsätze und Methode gestütztes Denken zweierlei sind. Noch dazu blieb ihm als Jurist keineswegs „die Ähnlichkeit“ verborgen, „welche die [juristischen] Romanisten und die rabbinischen Gelehrten verbindet.“ Nicht ohne Süffisanz stellte er später einmal die römischen Juristen Ulpian und Papinian, die Abgötter der historischen Rechtsschule, den Talmudgelehrten Rabbi Schamai und Rabbi Hillel an die Seite und legte damit ein herbes Urteil über die Rechtswissenschaft seiner Zeit ab.12 Diejenigen, deren Tätigkeit auf diese Weise mit der verachteten Talmudistik verglichen wurde, dürften darüber nicht sehr erfreut gewesen sein.

Gegner der historischen Rechtsschule
Unversehens sind wir damit auf eine zweite Front gestoßen, an der Gans zeitlebens tätig war. Gemeint ist seine Auseinandersetzung mit der damals alles beherrschenden „historischen Rechtsschule“ samt deren ungekröntem Oberhaupt  Friedrich Karl von Savigny, dem „elegant geleckten, süßlichen Troubadur der Pandekten“, wie ihn Heine spöttisch genannt hat, und dessen „Lieutenant du roi“ Georg Friedrich Puchta, dem Begründer der sog. Begriffsjurisprudenz. Die Gegensätze, die sich zwischen der historischen und der vor allem von Gans vertretenen „philosophischen“ Rechtsschule auftaten, waren von persönlichen Animositäten begleitet, die gelegentlich in unverhüllten Haß umschlugen.13 Aber Gans ließ sich von der geschlossenen Phalanx seiner Gegner nicht einschüchtern, sondern suchte die Konfrontation, wo es nur ging.

Während sonst niemand wagte, Savigny öffentlich zu kritisieren, richtete Gans seine Feder mit der größten Selbstverständlichkeit auch gegen diesen. Er wies nach, daß Savignys Theorie des Besitzes – das viel gepriesene Erstlingswerk des allseits verehrten Meisters – an einem konzeptionellen Mangel litt.14 Savignys hoch gelobter „Geschichte des römischen Rechts im Mittelalter“ warf er vor, sich in einer Ansammlung von Äußerlichkeiten zu erschöpfen.15 Er rügte Savignys Beschränkung auf römisches Recht und setzte dem die Forderung nach einer Universalrechtsgeschichte aller Völker und Zeiten entgegen. Vor allem aber attackierte er die Abwendung der historischen Rechtsschule von den Problemen der Gegenwart, ihre „Sehnsucht, allen gegenwärtigen Inhalt zu vergessen und sich mit Vorstellungen und Gedanken in die Vergangenheit zurückzuverlegen“.16 Der Forderung nach historischer Quellenforschung und immer wieder Quellenforschung hielt er entgegen, daß das Recht „die Gegenwart selbst“ sei und „daß, es in die Vergangenheit zurückverlegen, nichts anderes heiße als Aufhebung des Rechts selbst“.17

Damit  traf er in der Tat einen wunden Punkt, weil viele „Historiker“ darauf hinwirkten, die Rechtswissenschaft auf Geschichte und Philologie zu reduzieren. Aber Gans ließ es nicht dabei bewenden, diesen Mißgriff mit schlichten Worten zu konstatieren. Heißblütig, wie war, griff er zu den schrillsten Tönen: „Schmachvolle Gedankenlosigkeit“18 und „Anbetung des Äußerlichen als des Absoluten“ warf er seinen Gegnern vor, mehr noch: „eingefleischten Haß… gegen das Denken, welches nicht Ausmitteln eines Faktums ist“.19 Den Erfolg der historischen Schule erklärte er mit der auch heute noch beliebten Methode, sich gegenseitig zu zitieren und zu befördern. Ja, er nannte die ganze Richtung geradezu einmal einen „Zusammenhang einiger Personen, die in einigen Äußerlichkeiten für die Wissenschaft, als in Freundschaft, Gesinnung, Gemüt, oder noch anderen Äußerlichkeiten, sich zusammengefunden haben, aneinander halten, sich befördern und sich schließlich die historische Schule nennen“.20 Diese Angriffe blieben niemand verborgen. In einem Geburtstagsgedicht, das Achim von Arnim für Savigny schrieb, hieß es denn auch; „Noch blüht der Kranz, / der dich umgibt, / und außer Gans / dich jeder liebt.“21

Freilich hatte auch Gans seine Förderer. Im Kultusministerium gab es Kräfte, denen ein Gegengewicht gegen die alles beherrschende Macht der historischen Schule nicht unerwünscht war. So kam es, daß Gans, nachdem er 1825 ohne vorherige Habilitation zunächst zum Extraordinaius ernannt worden war, 1828 gegen den erbitterten Widerstand Savignys Ordinarius an der Berliner juristischen Fakultät wurde. Savigny zog sich demonstrativ von den Fakultätsgeschäften zurück und widmete sich fortan nur noch seinen Forschungen und Vorlesungen. Im übrigen aber kam es, wie man einmal konstatiert hat, zu dem seltsamen Schauspiel, daß „nun gleichzeitig Savigny und, in mindestens gleichgefülltem Hörsaale derselben Universität, Gans je ihre Ansichten in scharfer Entgegensetzung Jahre hindurch der studierenden Jugend vortrugen“.22

Sein eigenes rechts- und geschichtswissenschaftliches Credo hat Gans einmal in Worten zum Ausdruck gebracht, die es auch heute noch verdienen, gehört zu werden: „Wir Deutschen berufen uns beständig, wenn unsere politische Nullität angegriffen wird, auf die Wissenschaft, welche uns eigentümlich sein soll und durch ihre Stärke und Bedeutung für fähig gehalten wird, auch anderweitige Schwächen zu bedecken. Sollte man aber nicht einmal die Sache von der entgegengesetzten Seite betrachten dürfen und zu der Behauptung veranlaßt werden, daß die Wissenschaft selbst durch die Abwesenheit kräftiger Lebensmomente und Anregungen an einer Hinfälligkeit leidet, die sie sich nur verbirgt, um da als Helferin zu erscheinen, wo sie eher hilfebedürftig zu nennen wäre? Was ist die Wissenschaft anders als das höhere Bewußtsein, das man über das Denken, über Natur und Geist erhält…? Was will eine Rechtswissenschaft sagen, deren Resultat die Beruflosigkeit unserer Zeit für Gesetzgebung, eine Geschichte, deren Endpunkt das Jahr 1789, eine Politik, deren letztes Wort die mechanische Vorstellung des europäischen Gleichgewichts ist? Die Gegenwart ist es, wohin die Wissenschaft beständig auszumünden hat, woraus sie ihre Lebenskraft und den Anstoß zu neuen Entwickelungen empfängt... [I]n Deutschland kann sie nichts sein als was Deutschland ist, und fehlt dieses Sein, so wird sie noch eine lange Zeit äußerlich vegetieren und sich für um so wichtiger halten, als sie wahrhaft herabgekommen ist. Aber ihre entschiedene Abmagerung wird mit der Dicke und Aufschwemmung des Meßkatalogs gleichen Schritt halten und die pilzartige Gelehrsamkeit ein wahrhaftes Hindernis der Wissenschaft werden“23

Fragt man, was von diesen Auseinandersetzungen geblieben ist, so ist zunächst das Konzept einer Universalrechtsgeschichte zu nennen, das Gans mit einem vierbändigen Torso weiter vorangebracht hat als alle andern vor ihm.24 Was wenige wissen, ist auch, daß Puchta die Umrisse seines eigenen Systems in der Auseinandersetzung mit Gans entwickelt hat.25 Selbst bei Savigny läßt sich eine Wirkung feststellen: Als er einige Monate nach dem Tod von Gans das Vorwort zu seinem Hauptwerk niederschrieb, schlug er unverhofft vermittelnde Töne an. Besorgt, daß „die unbefangene Aufnahme dieses Werks durch das, was sich in neuester Zeit in unserer Wissenschaft zugetragen hat, gefährdet werden“ könne, erklärte er sich bereit, „den ganzen Parteistreit und die darauf bezüglichen Parteinamen allmählich zu beseitigen; zumal da die Gründe, die den ersten Gebrauch des Namens einer historischen Schule veranlaßten, zugleich mit den vorherrschenden Mängeln, deren Bekämpfung damals nötig war, so gut als verschwunden“ seien.26 Aber auch im Titel seines Werks lenkte Savigny ein. Er nannte es nämlich – entgegen dem Rat Puchtas –„System des heutigen römischen Rechts“ und kam damit einer Forderung von Gans entgegen, der in seinem eigenen Grundriß des römischen Zivilrechts lapidar festgestellt hatte: „Das römische Recht ist im System des heutigen Rechts darzustellen.“27 Ein Kenner der neueren Rechtsgeschichte hat daher einmal bemerkt, daß „die zweite Periode der geschichtlichen Schule …wesentlich mitbedingt [sei] durch die Wirksamkeit von Gans, durch eine Gegen- und Rückwirkung gegen dessen Lehren, die auf diese Weise und in der dadurch herbeigeführten Umgestaltung und Mischung sich gerade bei seinen erbittertsten Feinden durchgesetzt h[ätten]“.28 Aber dies durfte Gans nicht mehr erleben.

Schüler, Mitstreiter und Freund Hegels
Bei seinem Kampf gegen die historische Rechtsschule argumentierte Gans nicht aus eigener Kraft. Er hatte einen Gewährsmann zur Seite, der ihm Rat und Richtung gab: Hegel. In dessen Schriften hatte er deutliche Worte für die Emanzipation der Juden gefunden.29 Hier stieß er des weiteren auf scharfe Kritik an dem von Savigny über die moderne Gesetzgebung verhängten Unwerturteil.30 Und nicht zuletzt gewann er durch Hegel die Überzeugung von der welthistorischen Überlegenheit des Christentums. „In den letzten Jahren“, schrieb er bereits 1823, „habe ich mich mit größerem Eifer dem Studium der Philosophie und namentlich ihrer letzten, tiefen und zeitgemäßen Gestaltung im Hegelschen Systeme zugewandt und die Berechtigung für meine positive Wissenschaft in derselben zu finden gesucht. Seitdem ist mir das volle Bewußtsein aufgegangen, daß ein historisches Treiben, das nicht auf den Begriff als auf das Letzte geht, nur hohle Äußerlichkeit und leeres inhaltloses Spiel bleibt. Hegel und seinen Schriften habe ich, der ich im Zwiespalt zwischen meinem abstrakten Denken und meiner Wissenschaft begriffen war, die vollere Versöhnung mit der letzteren zu danken: namentlich ist mir seit dem Erscheinen der Rechtsphilosophie zuerst ein heller Tag geworden, wo ich mir nur eines dunkeln Herumtappens bewußt war.“31



So war es kein Zufall, daß er vom Hörer und Leser Hegels schließlich zu dessen Mitstreiter und Freund wurde. Von allen Anhängern Hegels war Gans einer der aktivsten. Die „Jahrbücher für wissenschaftliche Kritik“, die allgemein als „Hegelzeitung“ galten, wären ohne sein Organisationstalent nie zustande gekommen. Als Hegel sich 1827 verstärkt anderen Themen zuwandte, überließ er Gans seine rechtsphilosophische Vorlesung. Dieser trug das Kolleg über viele Jahre hinaus regelmäßig vor, veränderte es jedoch in seinem Sinn und sorgte damit bei den Anfangssemestern für eine ganz andere Vorstellung vom Recht, als es der historischen Schule entsprach.32 Bei Hofe argwöhnte man daher, daß Gans „alle Studenten zu Republikanern mach[e]“.33 Nach Hegels Tod übernahm Gans außerdem die welthistorischen Vorlesungen des Verewigten und setzte das Werk seines Lehrers auch auf diesem Gebiet fort. Im Rahmen der postum veranstalteten Gesamtausgabe von Hegels Werken brachte er dessen Rechtsphilosophie neu heraus und erstellte aus hinterlassenen Notizen und Nachschriften auch einen lesbaren Text der „Philosophie der Weltgeschichte“, mit der Hegel größere Erfolge erzielte, als sie ihm bei Lebzeiten vergönnt waren – u.a. bei Karl Marx, der Hegel selbst nie zu Gesicht bekommen hatte, aber bei Gans hörte und dessen Hegel-Edition las.

Seine Zeit in Gedanken erfassen und erkennen, „was ist“
Während die historische Rechtsschule das Überkommene bewahren und veredeln wollte und dementsprechend das „Gewohnheitsrecht“ als höchste Rechtsquelle pries, setzte Gans – auch hierin ein treuer Jünger Hegels – auf das staatliche Gesetz. Er sah, daß alle wichtigen Änderungen der letzten Jahrzehnte – die Judenemanzipation, die Reform des Schul- und Hochschulwesens, die Bauernbefreiung, die moderne Städteordnung, die Gewerbefreiheit – auf gesetzliche Reformmaßnahmen zurückgingen, und argwöhnte, daß die einseitige Betonung des Gewohnheitsrechts nur dem Zweck diene, den Reformprozeß zu stoppen und an überholten Zuständen festzuhalten. Von daher war es folgerichtig, daß er sich zunehmend dem öffentlichen Recht zuwandte, das im Zuge der politischen Veränderungen unaufhaltsam in Bewegung geraten war. Anstatt über Institutionen und Pandekten las er fortan über „Europäisches, insbesondere deutsches Staatsrecht“, aber nicht in Form eines geschichtlichen Rückblicks, sondern eines Überblicks über die aktuelle Verfassungsbewegung.34 Das war damals ein heißes Eisen, namentlich in Preußen, wo der König 1813 eine Verfassung in Aussicht gestellt hatte, aber nach errungenem Sieg über Napoleon davon nichts mehr wissen wollte. Anders als in den süddeutschen Staaten, wo frühzeitig Verfassungen erlassen worden waren, war es in Preußen ein Sakrileg, das Wort Verfassung auch nur zu erwähnen. Gans ging aber noch einen Schritt weiter.  Bei Hegel hatte er gelernt, daß es die Aufgabe der Philosophie sei, ihre Zeit in Gedanken zu erfassen und zu erkennen, „was ist“. In diesem Sinne lehrte er jetzt, daß jeder Staat, wenn er nicht innerlich zugrunde gehen solle, der Meinungs- und Pressefreiheit und vor allem einer Opposition bedürfe:35„Hat die Regierung mit keiner Opposition zu tun, dann artet sie leicht in Stagnation, in Faulheit aus. Die Opposition ist daher in jedem zivilisierten Staat notwendig.“36 Preußen, dem es daran mangelte, nannte er ohne viel Umschweife einen „vormundschaftlichen Staat“. Ein solcher Staat könne „wie die Vormundschaft selbst nur immer eine Zeitlang dauern. Die Emanzipation zu einer höheren und freieren Stellung liegt in seiner Natur: er kann sie eine Zeitlang verleugnen und aufschieben, er kann sich aber nicht von ihrem endlichen Resultate befreien.“37

Von den meisten unbemerkt, ging auch diese Saat auf. 1989, mehr als 150 Jahre später, griff Rolf Henrich, ein DDR-Anwalt, die Anregungen von Gans auf und forderte in seinem Buch „Der vormundschaftliche Staat“ das Ende der Vormundschaft in der DDR. „Im Begriff ‚vormundschaftlicher Staat’“, heißt es in der Einleitung, „fasse ich meine Kritik am zeitgenössischen Sozialismus zusammen! Diesen Begriff verdanke ich der Lektüre des leider vergessenen Eduard Gans, des akademischen Lehrers von Karl Marx… Der Status des Menschen im Sozialismus, wie er sich zwischen Oder und Elbe herausgebildet hat, ist genau noch der eines Mündels! Der einzelne Mensch ist hier an sich frei…; allein die Praxis, die Praxis sieht ganz anders aus…“38 Henrich erhielt umgehend Berufsverbot. Aber wenige Monate danach fiel die „Mauer“, die Vormundschaft war zu Ende.

Noch in einer anderen Hinsicht gelang es Gans, über die Grenzen seines angestammten Faches hinauszuwirken. Der typische Rechtsgelehrte dieser Zeit reiste von Archiv zu Archiv, um „etwas“ zu entdecken und antiquarische Forschungen darüber zu veranstalten, ohne sich im geringsten um die Wirklichkeit zu bekümmern. Gans jedoch war bei seinen Reisen nach Paris den Saint-Simonisten begegnet, die die soziale Frage auf die Tagesordnung gesetzt hatten. Das sektenartige Gehabe dieser Leute stieß ihn ab, aber ihm entging nicht, daß sie ihren Finger auf einen wunden Punkt der Gesellschaft gelegt hatten. „Sie haben richtig bemerkt,“ schrieb er, „daß die Sklaverei eigentlich noch nicht vorüber sei, daß sie sich zwar formell aufhebe, aber materiell in vollkommenster Gestalt vorhanden wäre. Wie sonst der Herr und der Sklave, später der Patrizier und Plebejer, dann der Lehnsherr und Vasall sich gegenübergestanden haben, so jetzt der Müßige und der Arbeiter. Man besuche die Fabriken Englands, und man wird Hunderte von Männern und Frauen finden, die abgemagert und elend, dem Dienste eines Einzigen ihre Gesundheit, ihren Lebensgenuß, bloß der ärmlichen Erhaltung wegen, zum Opfer bringen. Heißt das nicht Sklaverei, wenn man den Menschen wie ein Tier exploitiert, auch selbst wenn er frei wäre sonst vor Hunger zu sterben? Soll in diese elende Proletarier kein Funke von Sittlichkeit gebracht werden können? Sollen sie nicht erhoben werden dürfen zur Teilnahme an demjenigen, was sie jetzt geist- und gesinnungslos tun müssen? Dieses, daß der Staat für die ärmste und zahlreichste Klasse zu sorgen habe, daß, wenn sie arbeiten will, sie niemals einer ihrer angemessenen Beschäftigung entbehren dürfe, daß ein Hauptaugenmerk dahin gestellt werden müsse, jene Kruste der bürgerlichen Gesellschaft dünner zu machen, die man gewöhnlich Pöbel nennt, ist ein tiefer Blick in unsre Zeit, und die folgende Geschichte wird auf ihren Seiten mehr wie einmal von dem Kampfe der Proletarier gegen die mittleren Klassen der Gesellschaft zu sprechen haben.“39

Manche haben geglaubt, Gans wegen solcher Ausführungen unter die Ahnväter des Sozialismus einreihen zu können. Aber Gans war kein Freund der Gleichmacherei,40 und als Schüler Hegels war er denkbar weit davon entfernt, die Harmonie zum Prinzip der bürgerlichen Gesellschaft zu erheben: „Wer …die Konkurrenz von ihr ausschließen will“, so hielt er den Saint-Simonisten vielmehr entgegen, „der erschafft eine andere Sklaverei der Aufsicht, welche, selbst wenn sie glücklichere Verhältnisse böte, nicht zu ertragen wäre.“41 Wir wissen heute, wie sehr er damit ins Schwarze traf.

Rechtsphilosophie unter Aufsicht der Polizei
Für all das ein Forum zu finden, war damals nicht leicht. Das gedruckte Wort unterlag der Zensur, und in den Vorlesungen wurde darauf geachtet, daß sich die Dozenten im Rahmen ihres Lehrfachs hielten. Aber Gans kam entgegen, daß er verpflichtet war, neben seinen juristischen Vorlesungen über einen Gegenstand seiner Wahl ein einstündiges „Publikum“, also eine unentgeltliche Vorlesung für jedermann anzubieten. Er wählte als Thema „Die Geschichte der letzten 50 Jahre“. Das bezog sich sowohl auf die französische Revolution, welche die Welt umstürzend verändert hatte,42 als auch auf die folgende Periode der Restauration, die auf die Negation dieser Negation gerichtet war. Hier ließ sich manches sagen, für das sich sonst kaum Gelegenheit fand. Die Veranstaltung wurde zu einem Riesenerfolg. Der größte Hörsaal war voll mit Hospitanten aus allen Bevölkerungsschichten; denn hier konnte man Dinge hören, die gedruckt nicht zu haben waren, und Gans war ein Redner, der sein Publikum zu fesseln verstand.

Allerdings befand man sich auch im „philosophischen Jahrzehnt unter besonderer Aufsicht der Polizei“, wie Heinrich Laube diese Zeit einmal charakterisierte.43 Es dauerte deshalb nicht lange, bis die Behörden intervenierten. Durch einen Kabinettskollegen erhielt der Kultusminister die Mitteilung, daß die für das Wintersemester 1833/34 angekündigte Vorlesung „seiner Majestät mißfällig erscheinen werde, da der Professor Gans…sich durch frühere Vorträge und Äußerungen den Verdacht zugezogen ha[be], daß er sich auf Angelegenheiten der Staatsverfassung und Verwaltung eine außer seinem Lehramte liegende Einwirkung anzumaßen bestrebt sei“.44 Gans wurde daher aufgefordert, das Kolleg abzusetzen. Das verursachte erhebliches Aufsehen

Eine Zeitlang mußte die staatsrechtliche Vorlesung als Ersatz herhalten. Außerdem veröffentlichte Gans unter dem Titel „Rückblicke auf Personen und Zustände“ eine Reihe von locker geschriebenen Skizzen, die ihm zeitgeschichtliche Betrachtungen gestatteten, wie sie einem beamteten Hochschullehrer in anderer Form kaum möglich gewesen wären. 1837 schlug der Streit um die „Göttinger Sieben“ hohe Wellen. Diese hatten den Eid auf die von dem hannoveranischen König oktroyierte Verfassung verweigert und waren daraufhin entlassen worden. Obwohl die Berliner Professoren eigens gewarnt worden waren, organisierte Gans unter der Hand eine Sammlung zugunsten der Geschaßten. Die Sache wurde freilich entdeckt, und die Aktion mußte für beendet erklärt werden. Von seiten der Studenten erhielt Gans in der Folge ein Geburtstagsständchen, bei dem auch ein Vivat auf die Göttinger Sieben ausgebracht wurde. Das Schlußwort in dieser Sache sprach indessen der König. Er wies den Innenminister an, dafür zu sorgen, daß solche Aufzüge künftig nur auf Antrag der Universitätsbehörden genehmigt würden.

Zum Wintersemester 1838/39 streckte Gans erneut die Fühler aus und kündigte seine fünf Jahre zuvor abgesetzte öffentliche Vorlesung unter verändertem Namen abermals an. Wieder war das Interesse enorm, und wieder drängten die Ultras beim Kultusminister auf ein Verbot. Dieser aber war noch ein Mann der Reformzeit und deckte Gans, so gut er konnte. Er entgegnete dem Innenminister kühl, daß die neu angekündigten Vorlesungen in den Kreis der juristischen Fakultät fielen, obschon sie freilich, wie es in der Rechtswissenschaft nicht anders sein könne, auch das Gebiet der Geschichte und Philosophie berührten. „Es liegt außer meiner Macht“, fuhr er fort, „einem Dozenten in seinen Vorträgen solche Grenzen zu stecken, daß eine bestimmte Richtung des Geistes und der Gesinnung, die sich eins mit dem ganzen Menschen gemacht hat, in demselben nicht hervortreten könne, und ein Eingriff auf diesem Gebiete in der von der Königlichen Ministerial-Kommission für anrätlich gehaltenen Weise würde jedenfalls nichts helfen, gewiß aber schaden und ein großes Aufsehen machen.“45

Unter der schirmenden Hand des Kultusministers konnte Gans die Vorlesung wiederum mit großem Zulauf und Beifall beginnen. „Der Hörerstrom aus allen Schichten, Rängen und Altersklassen war so groß“, berichtete ein Zeitgenosse, „daß die Anwesenden im Hörsaal, der mit 350 numerierten Plätzen ausgestattet ist, so dicht bei dicht lagerten, daß nicht nur die Bänke, sondern auch die Gänge dazwischen und der Platz um das Katheder ausgefüllt waren. Man sah sich veranlaßt, für diese Veranstaltungen Eintrittskarten auszugeben und vor der außerordentlichen Enge zu warnen.“46 Dieses Mal war Gans besser gerüstet. Er hatte seine Vorlesungen, von denen er früher nur die Einleitung veröffentlicht hatte,47 vollständig ausgearbeitet und schickte sich an, sie drucken zu lassen – nicht in Preußen, sondern bei Brockhaus im sächsischen Leipzig, wohin der Arm der preußischen Zensur nicht reichte. Das Buch wurde bereits vom Verlag angekündigt,48 da erlag Gans einem Schlaganfall. Seine nächsten Freunde, denen der Nachlaß anvertraut wurde, fanden das weitgehend fertige Manuskript unter den hinterlassenen Papieren. Aber sie wurden der Aufgabe, die sie übernommen hatten, nicht gerecht. Sich Freund zu nennen und als Freund zu handeln, war zu allen Zeiten zweierlei. Heute ist der Nachlaß samt allem, was noch darin enthalten war, verschollen.

Vestigia manent
Auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin aber findet sich noch immer das Grab des alten Streiters Eduard Gans. Ursprünglich war es in unmittelbarer Nähe von Hegel und Fichte gelegen. Als der Friedhof wegen einer veränderten Straßenführung verkleinert werden mußte, wurden die Gräber der letzteren jedoch umgebettet, während Gans am nunmehrigen Rand des Friedhofs knapp vor der versetzten Mauer verblieb. Der Weg, der vor seinem Grab verlaufen war, mußte ebenfalls beseitigt werden; der heutige Weg führt an der Rückseite des Grabsteins vorbei, so daß man um diesen herumgehen muß, wenn man die Inschrift lesen will. Dennoch gibt es noch immer Besucher, die das Grab finden, wie es auch Leser geben soll, die die Mühe der Spurensuche nicht scheuen.

  1. Varnhagen von Ense, Tagebücher, Bd.1, 1861, 128.
  2. Vgl. Varnhagen von Ense (Fn. 1), 127.
  3. Varnhagen von Ense (Fn. 1), 129.
  4. Marheineke, Rede am Grabe des Herrn Prof. Dr. Gans, 1839, 11.
  5. Gans, Über die Grundlage des Besitzes. Eine Duplik, 1839.
  6. Näher Braun, Judentum, Jurisprudenz und Philosophie. Bilder aus dem Leben des Juristen Eduard Gans, 1997, 104 ff.
  7. von Gans/Groening, Die Familie Gans 1350 – 1963, 2006.
  8. Rubaschoff (= S. Shazar), in: Der Jüdische Wille, Jg. 1 (1918/19), 30 ff.
  9. Meyer’s Lexikon, 8. Aufl., 4. Bd., 1938, 937 f.
  10. Braun (Fn. 6), 34.
  11. Braun (Fn. 6), 46 ff.
  12. Gans (Fn. 5), 2.
  13. Vgl. Braun, JZ 1998, 763.
  14. Gans, System des römischen Zivilrechts im Grundrisse, 1827, 202 ff.
  15. Gans, in: Jahrbücher für wissenschaftliche Kritik 1827, Bd.1, 321 ff = Gans, Vermischte Schriften, Bd. 1, 1834, 4 ff.
  16. Gans, System (Fn. 14), 156.
  17. Gans, System (Fn. 14), 157.
  18. Gans, Das Erbrecht in weltgeschichtlicher Entwickelung, Bd. 2, 1825,VII f.
  19. Gans, Das Erbrecht in weltgeschichtlicher Entwickelung, Bd. 1, 1824, XV.
  20. Gans, System (Fn. 14), 162.
  21. Zitiert nach Stoll, F.K.v. Savigny, Bd. 2, 1929, 366.
  22. Stintzing/Landsberg, Geschichte der Deutschen Rechtswissenschaft, 3. Abt. 2. Hbd. (Text), 1910, 364.
  23. Gans am 23.4.1836, in: Gans, Briefe und Dokumente (hrsg. von Braun), 2011, 340.
  24. Gans, Das Erbrecht in weltgeschichtlicher Entwickelung, 4 Bde., 1823,1825,1829,1835.
  25. Puchta, in: Rheinisches Museum für Jurisprudenz 3. Jg. 1829, 289.
  26. Savigny, System des heutigen römischen Rechts, Bd. 1, 1840, XII und XVI.
  27. Gans, System (Fn. 14), 1.
  28. Stintzing/Landsberg (Fn. 22), 355.
  29. Hegel, Grundlinien der Philosophie des Rechts, 1821, § 209 Anm., § 270 Fn. 2.
  30. Hegel, Grundlinien (Fn. 29), § 211 Anm. (a.E.).
  31. Gans, Erbrecht, Bd. 1 (Fn. 19), XXXIX.
  32. Gans, Naturrecht und Universalrechtsgeschichte (hrsg. von Braun), 2005.
  33. Ruge, Aus früher Zeit, Bd. 4, 1867, 431.
  34. Einleitung der Vorlesung von 1834 bei Gans, Philosophische Schriften (hrsg. von H. Schröder), 1971, 208 ff; zu den völkerrechtlichen Vorlesungen vgl. Kieselstein, Eduard Gans und das Völkerrecht, 2009.
  35. Braun (Fn. 6), 144 ff.
  36. Gans (Fn. 32), 231 f.
  37. Gans, in: Beiträge zur Revision der Preußischen Gesetzgebung (hrsg. von Gans), 1830 – 1832, 450 (471 ff).
  38. Henrich, Der vormundschaftliche Staat. Vom Versagen des real existierenden Sozialismus, 1989, 12 f.
  39. Gans, Rückblicke auf Personen und Zustände, 1836, 99 f.
  40. Gans, Rückblicke (Fn. 38), 204.
  41. Gans, Rückblicke (Fn. 38), 99.
  42. Dazu Gans, Storia della Rivoluzione francese (hrsg. von C. Bertani), 2011, 81 ff.
  43. Laube, Gesammelte Werke, Bd. 1, 1875, 289.
  44. Vgl. Gans, Briefe (Fn. 23), 320 f.
  45. Gans, Briefe (Fn.23), 398 f.
  46. J. Neverov, in: Gans, Briefe (Fn. 43), XXVIII f.
  47. Gans, in: Historisches Taschenbuch (hrsg. von F.v.Raumer), 4. Jg. 1833, 283 – 326, 5. Jg. 1834, 409 – 453.
  48. Allgemeine Zeitung 1839, Beilage zu Nr. 92 (2, April), 711.